Risikomanagement


Im Rahmen meiner Verantwortung als Fachkraft für Tiergestützte Intervention werde ich den Kontakt zwischen meinen Tieren und den Klient*innen kontinuierlich begleiten. Ich beobachte stetig die Interaktion und meine Tiere, um schnell bei eventuellen Schwierigkeiten eingreifen zu können, so kann ich ein gesundheitliches Risiko bestmöglich minimieren.

Mir ist es wichtig meine Klient*innen und meine Tiere langsam aneinander zu gewöhnen und den Annäherungsprozess für alle Beteiligten angstfrei zu gestalten.

Umsichtiges Verhalten und die Einhaltung folgender Regeln sind wichtige Faktoren für die Vorbeugung von Verletzungen:


  • Tiere dürfen nicht geärgert, geschlagen, gejagt oder getreten werden.
  • Fressende oder schlafende Tiere nicht stören.
  • Hektische Bewegungen werden vermieden.
  • Der Stall- und Gehegebereich der Hühner und Meerschweinchen darf nur nach Aufforderung betreten werden.
  • Es wird kein Tier ohne Erlaubnis gefüttert.
  • Personen mit akuten Infektionen dürfen nicht an der Tiergestützten Intervention teilnehmen.
  • Allergien und Phobien sind immer im Vorgespräch abzuklären.

 

Sollte es in der Interaktion mit dem Tier zu kleineren Kratz- oder Beißverletzungen kommen, ist der Impfschutz gegen Tetanus zu kontrollieren und die Wunde zu reinigen. Auch kleinere Verletzungen sollten in den folgenden Tagen beobachtet werden. Bei Verdacht auf eine Entzündung suchen Sie bitte umgehend einen Arzt auf. 










Hygieneplan


Auch wenn ich noch so bemüht um bestmögliche Pflege und Gesundheit meiner Tiere bin, so können sie trotzdem Krankheitserreger in oder an sich tragen. Diese finden sich hauptsächlich im Fell, im Mundbereich und im Darm. Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden, heißen Zoonosen. Diese Übertragung heißt es möglichst zu verhindern.


"Die Auswertung der verfügbaren Daten [erlaubt] den Schluss, dass der positive Einfluss der Tiere auf Menschen dir mögliche Gefährdung übersteigt. Das Risiko der Übertragung von viralen, bakteriellen, mykotischen oder parasitären Zoonoseerregern von Tieren auf Menschen kann durch Einhaltung hygienischer Maßnahmen sowie durch tierärtzliche Überwachung [und Gesundheitsfürsorge] [...], erheblich reduziert werden."

(Weber, Schwarzkopf, 2003, Heimtierhaltung - Chancen und Risiken für die Gesundheit, Hrsg.: Robert Koch-Institut)


Ich möchte das gesundheitliche Risiko für Mensch und Tier so gering wie möglich halten, daher werden meine Tiere regelmäßig dem Tierarzt vorgestellt. Die Gesundheitsvorsorge für meine Tiere umfasst dabei folgende Aspekte, die in einen Ordner im Büro dokumentiert werden:


  • vollständige, regelmäßige Impfung
  • Vorsorge gegen Ektoparasiten wie Flöhe, Milben und Zecken, bzw. zeitnahes Entfernen möglicher Zecken
  • Tierarztbesuch bei Krankheitsanzeichen, in dem Fall wird das Tier nicht in der Tiergestützten Intervention eingesetzt
  • regelmäßige Entwurmung oder tierärtzliche Bestätigung der Freiheit von Wurmbefall
  • artgerechte Haltung mit ausreichend Auslauf und Frischluft
  • regelmäßige Reinigung des Aufenthaltsbereichs sowie der Futter- und Trinknäpfe
  • hygienische Aufbewahrung der Futtermittel


Folgende Hygienemaßnahmen müssen beim Umgang mit Tieren zudem beachtet werden:


  • Vor dem Essen werden die Hände gründlich mit Seife gewaschen.
  • Nach dem Füttern und der Fellpflege des Tieres werden immer sofort die Hände gründlich mit Seife gewaschen.
  • Auf keinen Fall von einem der Hunde das Gesicht abschlecken lassen. Auch Küsse mit den anderen Tieren sind verboten.
  • Tiere dürfen nicht in die Küche oder in den Sanitärbereich.